Ausführendes Unternehmen war die Geiger Kanaltechnik, Niederlassung Mainaschaff, Standort Montabaur. Geiger Kanaltechnik ist seit Jahrzehnten im Bereich der grabenlosen Kanalsanierung tätig, und betreibt mit mehreren Kolonnen auch die Sanierung von Hausanschlusskanälen und -leitungen. Bislang lag der Fokus auf der Sanierung vom Grundstück ausgehend in Richtung Hauptkanal. Nun wird das Spektrum um die neue Technologie BRAWO Remote LC erweitert.
Im Rahmen der Maßnahme in Montabaur wurden neun Hausanschlussleitungen DN 150 saniert, die an Hauptkanäle der Nennweiten DN 250 bis DN 300 angeschlossen sind. Anlass der Sanierung waren vorhandene Undichtigkeiten und Schäden in den Bestandsleitungen.
Sanierung direkt aus dem Hauptkanal
Ein wesentlicher Vorteil des BRAWO® Remote LC-Verfahrens besteht darin, dass die Arbeiten vollständig vom Hauptkanal aus durchgeführt werden können. Der Zugang erfolgte über die vorhandenen Schächte des Hauptkanals, sodass keine Privatgrundstücke betreten und keine Baugruben hergestellt werden mussten.
Durch den flexiblen BRAWOLINER® konnten auch Leitungen mit anspruchsvollen Leitungsverläufen und Bögen sicher saniert werden. Die Lichthärtung ermöglichte zudem kurze Bauzeiten und eine schnelle Wiederinbetriebnahme der Leitungen. Die Nutzung der Entwässerungseinrichtungen in den betroffenen Gebäuden wurde während der Arbeiten kaum beeinträchtigt.
Ein weiterer Vorteil der Lichthärtung beim Verfahren BRAWO® Remote LC ist das geringe Einbaurisiko. Im Vergleich zu früheren Verfahren, hat das einbauende Unternehmen viel Zeit und Ruhe während des Einbaus. Die Verfahrenssicherheit stand auch im Fokus der Entwicklung.
Für Kommunen ergeben sich daraus deutliche Vorteile bei der Planung und Durchführung von Sanierungsmaßnahmen, da Arbeiten unabhängig von der Zugänglichkeit privater Grundstücke umgesetzt werden können.
Herausforderungen erfolgreich gemeistert
Eine besondere Herausforderung waren die teilweise großen Entfernungen zwischen Zugangsschacht und Anschlussleitung. Teilweise mussten größere Strecken innerhalb des Hauptkanals überwunden werden, um die jeweiligen Hausanschlüsse zu erreichen.
Ein Beispiel der Maßnahme befindet sich in der Friedhofstraße 5. Dort wurde eine 8,90 m lange Steinzeugleitung DN 150 saniert. Die Leitung wies mehrere Bögen zwischen 45° und 87° auf. Die Einmündung der Anschlussleitung lag zudem mehrere Meter vom Zugangsschacht des Hauptkanals entfernt.
Mit den speziell für das Verfahren entwickelten Schiebestangen sowie zusätzlicher Zugunterstützung konnten die Einbaugeräte dennoch präzise positioniert und die Sanierungsarbeiten erfolgreich durchgeführt werden.
Effiziente Lösung für Kommunen
Das Projekt in Heilberscheid zeigt die Vorteile einer modernen grabenlosen Hausanschlusssanierung. Durch die Durchführung direkt aus dem Hauptkanal können Tiefbauarbeiten reduziert, Anwohner entlastet und Sanierungsmaßnahmen effizient umgesetzt werden. BRAWO® Remote LC bietet Kommunen damit eine wirtschaftliche und effiziente Lösung für die grabenlose Sanierung von Hausanschlussleitungen.


