Wie können wir Ihnen helfen?

Ob es um undichte Rohre, Verstopfungen oder die nachhaltige Instandhaltung Ihres Kanalsystems geht – die Sanierung von Abwasserleitungen ist ein komplexes Thema, das viele Fragen aufwirft. Auf dieser Seite finden Sie Antworten auf die häufigsten Anliegen unserer Kunden.

Wir möchten Ihnen helfen, vorab die wichtigsten Informationen über unsere modernen Sanierungsmethoden, den Ablauf der Arbeiten und die damit verbundenen Vorteile zu erhalten.

Sollten Sie hier nicht die passende Antwort finden, steht Ihnen unser Team selbstverständlich gerne persönlich zur Verfügung. Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren – wir sind für Sie da!

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Ihre Fragen. Unsere Antworten.

Technische Daten

Einbaurichtung Liner/Pfeilrichtung

Welche Einbaurichtung/Pfeilrichtung ist beim BRAWOLINER zu beachten?

In den Verfahrensweisungen zu den verschiedenen BRAWOLINER Systemen wird auf die Einbaurichtung näher eingegangen. 
Der auf dem Liner aufgedruckte Pfeil muss immer in Richtung Sanierungsbeginn (Rohranfang Altrohr) zeigen. Der Pfeil ist unabhängig von der Fließrichtung des Abwassers.

Anforderungen Druckluft BRAWO Lichthärteanlagen

Welche Anforderungen gelten an die Druckluft beim Betrieb von BRAWO Lichthärteanlagen?

In der jeweiligen Betriebsanleitung der BRAWO Lichthärteanlagen wird auf die Druckluftqualität hingewiesen. 
Beispiel BRAWO Magnavity sx:

7.3 Druckluftanforderungen

  • Es ist nur „kühle technische Druckluft“ (öl- und wasserfrei) zu verwenden.
  • Druckluftqualität nach ISO 8573-1:2010 (1:7:4) 
SchmutzfreiPartikel < 5 Mikrometer
Temperaturbereich5-40 °C / 41-104 °F
Restwasser< 0,5 g/m³
Restöl< 5 mg/m³
Zuleitungsdruck4-10 bar / 58-145 PSI
Min. Volumenstrom1,0 m³/min / 35 CFM/min

Die Kühlleistung ist abhängig von der Drucklufttemperatur sowie der Höhe des Druckluftvolumenstroms.
Insbesondere bei hohen Umgebungstemperaturen (Sommer) kann eine Nachkühlung der Druckluft erforderlich werden.

 

Chemikalienbeständigkeit

Ist BRAWOLINER® gegen Chemikalien beständig?

Alle unsere Harze sind beständig gegen häusliches Abwasser nach DIN EN 1986. Die Nachweise wurden im Rahmen der Zulassungsprüfung für das DIBt erbracht.

Darüber hinaus weisen die Harzsysteme eine gute Beständigkeit gegen weitere Chemikalien auf.

Die chemische Beständigkeit ist in erster Linie vom verwendeten Harz abhängig. Unter folgendem Link finden Sie die Listen zu den chemischen Beständigkeiten der BRAWO®-Harze:

www.brawosystems.com/downloads/datenblaetter/technische-datenblaetter-harz/

Für darüber hinaus gehende Anwendungen setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung.

Kennwerte Statik

Welche Materialkenngruppe nach Arbeitsblatt DWA M144-3 trifft auf Brawoliner® zu und welche statischen Kennwerte hat der Brawoliner? 

Bei BRAWO® I, BRAWO® III und BRAWO® AC finden Sie im Datenblatt Kennwerte Statik die Angabe zur Materialkenngruppe nach Arbeitsblatt DWA M 144-3. Mit der Tabelle zur jeweiligen Materialkenngruppe kann die erforderliche Mindestwanddicke ermittelt werden. Die mit dem BRAWOLINER® erzielbaren Wanddicken finden Sie im Datenblatt Kennwerte Statik.

https://www.brawosystems.com/downloads/datenblaetter/statische-kennwerte/

Bei BRAWO® LR und BRAWO® UVPox finden Sie die Angaben zur erforderlichen Wanddicke in Abhängigkeit der Nennweite und Grundwasserstand über der Rohrsohle im jeweiligen Datenblatt Kennwerte Statik.

https://www.brawosystems.com/downloads/datenblaetter/statische-kennwerte/

Abrieb Abrasion

Gibt es Abrieb bei BRAWOLINER®-Laminaten?

Bei Schlauchlinern geht man heute von einer Lebenserwartung von mehr als 50 Jahren aus. Durch im Abwasser enthaltene Feststoffe kommt es im Laufe der Nutzungsdauer selbstverständlich zu Abrieb. Im Rahmen der bauamtlichen Zulassungsprüfung wird dieser Abrieb ermittelt.

Garantie / Lebenserwartung

Wie viele Jahre Garantie gibt es auf das eingebaute Produkt und welche Lebenserwartung hat der Brawoliner?

BRAWO® SYSTEMS kann auf das ausgehärtete Produkt keine Garantie geben, da letztlich der Einbauer für die korrekte Ausführung des Gewerkes verantwortlich ist.

Auf die einzelnen Komponenten, die wir an Sie liefern, geben wir selbstverständlich Gewährleistung gemäß unserer AGB, die sich an den geltenden gesetzlichen Regelungen orientieren.

Das Sanierungsverfahren BRAWOLINER® hat eine Zulassungen vom Deutschen Institut für Bautechnik in Berlin, DIBt – Zulassungsnummern Z-42.3-362, Z-42.3-566 und Z-42.3-499.

Grundlage für diese Zulassungen ist das Absolvieren eines umfangreichen Prüfprogramms. Die Prüfungen für die Zulassungen am Sanierungssystem BRAWOLINER® wurden von akkreditierten Prüfinstituten durchgeführt.

Bei diesen Prüfprogrammen werden Anforderungen zugrunde gelegt, die einer Mindestnutzungsdauer von 50 Jahren entsprechen.

Zur Beurteilung der Standsicherheit wird z.B. ein Langzeit E-Modul von 50 Jahren, basierend auf einem 10.000 h Test errechnet. Auch ein Abriebversuch (Darmstädter Kipprinne) simuliert die Abriebbelastung des BRAWOLINER® über einen Zeitraum von 50 Jahren. Durch Einlagerungstest in verschiedenen Chemikalien (Säure, Lauge, peroxidische Reiniger) wird im Zeitraffer die chemische Beständigkeit nachgewiesen.

Alle Testergebnisse deuten auf eine Lebenserwartung von mindestens 50 Jahren hin.

Lebenserwartung Kurzliner

Wie hoch ist die Lebensdauer eines Kurzliners?

Das Sanierungsverfahren BRAWOLINER® hat eine Zulassungen vom Deutschen Institut für Bautechnik in Berlin, DIBt – Zulassungsnummern Z-42.3-362, Z-42.3-566 und Z-42.3-499.

Grundlage für diese Zulassungen ist das Absolvieren eines umfangreichen Prüfprogramms. Die Prüfungen für die Zulassungen am Sanierungssystem BRAWOLINER® wurden von akkreditierten Prüfinstituten durchgeführt.

Bei diesen Prüfprogrammen werden Anforderungen zugrunde gelegt, die einer Mindestnutzungsdauer von 50 Jahren entsprechen.

Zur Beurteilung der Standsicherheit wird z.B. ein Langzeit E-Modul von 50 Jahren, basierend auf einem 10.000 h Test errechnet. Auch ein Abriebversuch (Darmstädter Kipprinne) simuliert die Abriebbelastung des BRAWOLINER® über einen Zeitraum von 50 Jahren. Durch Einlagerungstest in verschiedenen Chemikalien (Säure, Lauge, peroxidische Reiniger) wird im Zeitraffer die chemische Beständigkeit nachgewiesen.

Alle Testergebnisse deuten auf eine Lebenserwartung von mindestens 50 Jahren hin.

In den genannten DIBt-Zulassungen ist das Inversionsverfahren als Einbaumethode beschrieben.

Es sind auch andere Einbringungsmethoden möglich, z.B. die Installation mit einem geeigneten Sanierungspacker (BRAWO® ShortLiner). Die Materialeigenschaften bleiben davon weitestgehend unberührt.

Oberflächenrauhigkeit

Was hat der BRAWOLINER® für einen K-Faktor (Oberflächenrauhigkeit)?

Hierzu kann keine belastbare Angabe gemacht werden. Je nach Einbausituation
(mit / ohne Kalibrierschlauch, Typ des verwendeten Kalibrierschlauches, Oberflächenbeschaffenheit des Altrohres) kann die Oberflächenrauhigkeit sehr unterschiedlich ausfallen.

I.d.R. kann davon ausgegangen werden, dass sich die Oberflächenrauhigkeit, im Vergleich zu der des Altrohres, durch einen Liner Einbau verbessert.

Funktion Innenfolie

Welche Funktion hat die Innenfolie bzw. Beschichtung? 

Die PU-Beschichtung dient als Einbauhilfe während der Installation des Liners. Zum einen schützt die Beschichtung den Anwender vor direktem Kontakt mit dem verwendeten Harz während der Imprägnierung des Liners, zum anderen dient die Beschichtung als Membran, wodurch die Installation mit Luft/Wasser ermöglicht wird.

Nach erfolgter Aushärtung des Liners hat die Folie Ihren Zweck bereits erfüllt, verbleibt aber der Einfachheit halber im gelinerten Rohr.

Sollte sich die Innenfolie wider Erwarten lösen, kann diese mittels geeignetem Werkzeug entfernt werden.

Die Funktionsfähigkeit der sanierten Leitung ist trotz einer entfernten Innenfolie gewährleistet, da diese nicht als integraler Bestandteil des Liners fungiert.

Bei Überprüfungen durch anerkannte Prüfinstitute gilt die Beschichtung nicht als integraler Bestandteil des Liners. Man geht davon aus, dass die Beschichtung im Laufe der Nutzungsdauer durch Abrasion abgetragen wird.

So wird die Beschichtung bei einer Dichtheitsprüfung nach DWA-A 143-3 vorher zerstört (gitterförmig eingeschnitten), da der Liner (Matrix aus Harz & Textilträger) allein dicht sein muss.

Auch bei der Ermittlung des Kurzzeit-E Moduls wird die Beschichtungsdicke bei der Ermittlung der Wanddicke nicht mitgerechnet, da diese nicht zur Steifigkeit des Liners beiträgt.

Insofern kann davon ausgegangen werden, dass die Funktionsfähigkeit der sanierten Leitung trotz einer entfernten Innenbeschichtung gewährleistet ist.

Temperaturbeständigkeit/Wärmeformbeständigkeit

Welcher Temperatur kann der BRAWOLINER® standhalten?

Hier ist nach Einbausituation und Betriebszustand zu unterscheiden.

Einbau: Unsere Temperaturempfehlungen zur Aushärtebeschleunigung (nicht bei BRAWO® LR und BRAWO® UVPox relevant) während dem Einbau können Sie unserer Verfahrensanweisung entnehmen.

Max. Aushärtetemperatur BRAWOLINER® /3D / XT: 55°C (Warmwasser)

Max. Aushärtetemperatur BRAWOLINER® HT /3D / XT: 75°C (Warmwasser/Dampf)

Betriebszustand:

Wärmeformbeständigkeitstemperatur (HDT) nach DIN 75-2:

BRAWO® I / BRAWO® III: ca. 80°C

BRAWO® HT (warmgehärtet): > 93°C

BRAWO® LR: ca. 58 °C

BRAWO® UVPox51: ca. 65 °C

Im Rahmen der DIBt-Zulassungen zur Sanierung von Leitungen innerhalb von Gebäuden wird eine zyklische Belastung durch wechselnde Temperaturen abgeprüft.

Eine Dauerbelastung mit höher temperierten Medien wurde nicht geprüft.

Zur Eignung für Leitungen, die im Betriebszustand dauerhaft Medien mit erhöhter Temperatur ableiten, kann keine Angabe gemacht werden.

Druckspülung saniertes Rohr

Bis viel bar Druck kann eine Hochdruckreinigung im sanierten Rohr eingesetzt werden?

Eine allgemein gültige Regel zur Reinigung von sanierten Rohren ist uns nicht bekannt. Wir empfehlen so viel wie nötig, so wenig wie möglich. Der maximale Spüldruck sollte 80 bar nicht überschreiten.

Brandverhalten

Brennen die BRAWO Harze bzw. welche Baustoffklasse erfüllen die BRAWOLINER?  

Das DIBt fordert für Abwasserleitungen innerhalb von Gebäuden die Baustoffklasse B2.

Der ausgehärtete Liner, also die Kombination aus Trägermaterial und dem Harzsystem BRAWO® I, BRAWO® III, BRAWO® SRR, BRAWO® HT, BRAWO® LR oder BRAWO® UVPox, erfüllt die Anforderung der Baustoffklasse B2 - d.h. der ausgehärtete Liner ist „normal entflammbar“ nach DIN 4102-1:1998-05.

SVHC - Besorgniserregender Stoffe nach REACH

Sind die BRAWO®-Harze SVHC frei?

Information nach Art. 33 REACH - Weitergabe von Informationen über Kandidatenstoffe in Erzeugnissen

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Chemikalienverordnung VO (EG) Nr. 1907/2006 REACH ist seit 1. Juni 2007 gültig und wird seit diesem Tag von unserem Unternehmen umgesetzt.

Die Europäische Chemikalienagentur ECHA hat die Liste besonders besorgniserregender Stoffe (Englisch: Substances of very high concern (SVHC)) veröffentlicht, die die Kriterien des Art. 57 der REACH-Verordnung erfüllen (https://echa.europa.eu/de/candidate-list-table).

Wir bestätigen hiermit nach Art. 33 (2) der REACH-Verordnung, dass in folgenden Produkten nach der aktuellen Liste keine besorgniserregenden Stoffe in Anteilen oberhalb der Kennzeichnungsgrenze von 0,1 % enthalten sind:

• BRAWO® I

• BRAWO® III

• BRAWO® UVPox

• BRAWO® SRR

• BRAWO® RR

• BRAWO® HT

• BRAWO® AC

• BRAWO® Silicate Fast

• BRAWO® LR

• BRAWOLINER® (alle Variationen)

• BRAWOLINER® 3D (alle Variationen)

• BRAWOLINER® XT (alle Variationen)

• BRAWOLINER® HT (alle Variationen)

Die Basis der Information wird durch Sicherheitsdatenblätter für unsere Produkte geliefert.

Die laufenden Aktivitäten der ECHA hinsichtlich der Bewertung von registrierten Stoffen lässt nicht ausschließen, dass Stoffe, die bisher keine SVHC-Stoffe waren, zukünftig gelistet sein werden. Wir prüfen die Aktualisierungen regelmäßig und aktualisieren unsere Sicherheitsdatenblätter bei Bedarf.

Innendruckbeständigkeit

Welchen Innendruck toleriert ein BRAWOLINER®?

Siehe Punkt "Einsatz in Druckrohren" unter Punkt "Sanierungsfragen": Einsatz in Druckrohren.

Maximale Sanierungslänge

Was ist die maximale Sanierungslänge? 

Grundsätzlich liefern wir die BRAWOLINER® in einer Länge von 100 m. Sonderlängen sind auf Anfrage möglich.

Die maximale Sanierungslänge ist von vielen Faktoren abhängig wie z.B. der Anzahl und Krümmung der Bögen, der Dimension der zu sanierenden Rohrleitung, der Installationsmethode, der Umgebungstemperatur, von der Lage der Rohrleitung etc.

Sanierbare Anzahl von Bögen

Wie viele Bögen können saniert werden?

Das kann pauschal nicht beantwortet werden. Wie auch die maximale Sanierungslänge ist die Anzahl der sanierbaren Bögen in Folge von vielen Faktoren abhängig. Zum Beispiel von der Krümmung der Bögen, der Dimension der Rohrleitung, des Verhältnis der Linerdimension zur Rohrdimension, der Umgebungstemperatur, der Installationsmethode, etc.

Chemische Beständigkeit pH-Wert

Ist das BRAWOLINER-System gegen bestimmte pH-Werte beständig?

Eine pauschale Bestätigung, dass unser System gegenüber bestimmten pH-Werten beständig ist, kann man nicht geben.

Bei einer Lösung mit einem bestimmten pH-Wert ist nicht klar, welche Art und welcher Anteil einer Säure oder Lauge im Abwasser enthalten ist. Die Stärke des chemischen Angriffs auf das Laminat hängt allerdings von der Art der Säure bzw. Lauge und deren Konzentration im Abwasser ab. Ein weiterer Faktor ist die Abwassertemperatur, die den chemischen Angriff beschleunigt.

Zusammenfassend kann man sagen, dass immer die Information zur Zusammensetzung und Temperatur des Abwassers notwendig sind um die chemische Beständigkeit des Laminats gegenüber dem Abwasser abschätzen zu können.

Tempern BRAWO 2K-EP-Harze

Wie stelle ich eine maximale Wärmeformbeständigkeit des Laminats sicher?

Die Quervernetzung der Polymere im Laminat und dadurch die Wärmeformbeständigkeit der BRAWO 2K-Epoxid-Harze lässt sich durch einen Temperschritt nach dem eigentlichen Aushärten auf ein gewisses Maß erhöhen. Dies lässt sich im Allgemeinen durch einen Temperschritt bei 80-90°C von einer Stunde erzielen.

Beispiel für BRAWO I und BRAWO III: Exemplarisch wurde nachgewiesen, dass beim Tempern mit 90°C nach ca. 60 Minuten eine Wärmeformbeständigkeitstemperatur von ca. 81°C erzielt werden kann.

CE-Kennzeichen BRAWOLINER

Gibt es eine CE-Kennzeichnung für den BRAWOLINER?

Eine CE-Kennzeichnung ist verpflichtend, wenn auf das betreffende Produkt eine harmonisierte europäische Norm (hEN) zutrifft. Diese gibt es Stand 2025 für Schlauchliner nicht.

Eine Erklärung der Konformität mit einer CE-Richtlinie ist generell für Schlauchliner nicht möglich, die Pflicht zur Leistungserklärung, bzw. CE-Kennzeichnung gilt damit für BRAWOLINER nicht.

Sanierungsfragen

Sanierung von Vakuumleitungen

Können Vakuumleitungen mit dem BRAWOLINER-System saniert werden?

Grundsätzlich ist die Sanierung von Vakuumleitungen möglich. Die statischen Anforderungen an das Rohrleitungssystem sind zu berücksichtigen.

 

 

Sanierung von Faserzementleitungen

Können Faserzementleitungen mit dem BRAWOLINER-System saniert werden?

Faserzementleitungen können mit dem BRAWOLINER-System instandgesetzt werden. Bei asbesthaltigen Faserzementleitungen sind besondere Maßnahmen zu beachten. Mehr zu diesem Thema finden Sie im Artikel Sanierung von Asbestzement-Rohren.

Sanierung von Leitungen mit Salzwasserkontakt

Ist der BRAWOLINER gegenüber Salzwasser beständig?

Der Einsatz des BRAWOLINER im Salzwasserbereich ist eine Sonderanwendung. Grundsätzlich sind die 2K-Epoxidharzsysteme BRAWO I / BRAWO III / BRAWO SRR gegen Salzwasser beständig. 

Einbau in Fernwärmeleitungen

Ist der BRAWOLINER für die Sanierung von Fernwärmeleitungen geeignet?

Für diese Art der Anwendung ist die Eignung des BRAWOLINER nicht geprüft und nachgewiesen. 

Einbau in Fallleitungen

Kann der BRAWOLINER zur Sanierung von Fallleitungen genutzt werden?

Ja, der BRAWOLINER kann für die Sanierung von Fallleitungen genutzt werden. Die Eignung für diese Art der Sanierung ist durch die DIBt-Zulassung Z-42.3-499 geprüft und nachgewiesen. Für diese Art der Anwendung bieten wir speziell die HT-Linie (BRAWOLINER HT und BRAWO HT) an.

Einsatz in Druckrohren

Kann der BRAWOLINER® in Druckrohren eingesetzt werden?

Wir haben exemplarisch einen BRAWOLINER® DN 100 mit BRAWO® I auf Innendruckbeständigkeit prüfen lassen. Im Test hat der BRAWOLINER® DN 100 ohne Altrohr einem Innendruck von 9 bar über 300 Stunden standgehalten, ohne das es zu einem Versagen kam.

Die Angaben basieren auf einem Test, es wurden keine weiteren Prüfungen für die Verwendung in Druckleitungen durchgeführt.

Wir empfehlen die Eignung im Einzelfall zu prüfen und die Anwendung mit dem Auftraggeber abzustimmen.

Tankstellen-Sanierungen

Kann das BRAWOLINER® System zur Sanierung von Leitungen im Tankstellenbereich eingesetzt werden?

Das BRAWOLINER® System besitzt keine Tankstellenzulassung. Über unsere DIBt-Zulassung hinaus haben wir unsere Produkte beim LGA in Nürnberg hinsichtlich Beständigkeit gegen Öl/Kraftstoffbelastung prüfen lassen.

Die Prüfungen wurden entsprechend der gültigen Norm durchgeführt.

Dies ist nicht gleichbedeutend mit einer Zulassung für den Tankstellenbereich. Jedoch decken die Prüfungen beim LGA zusammen mit unser DIBt-Zulassung für erdverlegte Abwasserleitungen (Z-42.3-362) die wesentlichen Aspekte ab. Die beiden Prüfberichte, aus denen hervorgeht, dass unsere Harze BRAWO® I und BRAWO® III die Forderungen bzgl. Chemischer Beständigkeit erfüllen, finden Sie im Download-Bereich unserer Homepage www.brawosystems.com

Schwimmbad-Sanierungen

Kann das BRAWOLINER®-System zur Sanierung von Leitungen im Schwimmbadbereich werden?

Dieser Anwendungsfall liegt außerhalb unserer Zulassung, daher raten wir davon ab.

Sanierung in Wasserschutzzone

Ist das BRAWOLINER®-System für die Verwendung in Wasserschutzzonen zugelassen? 

Es gibt keine Zulassung für die Verwendung in Wasserschutzzonen. Unsere Systeme sind bauamtlich bei dem Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) zugelassen und haben folglich die Umweltverträglichkeitsprüfung bestanden.

Wir empfehlen den Einsatz in Wasserschutzzonen mit den örtlichen Behörden abzustimmen.

Folien/Beschichtung

Ist die Folie/Beschichtung integraler Bestandteil des BRAWOLINER® Sanierungssystems? 

Zu Ihrer Anfrage bezüglich einer abgelösten Innenfolie bei einem eingebauten BRAWOLINER® können wir Ihnen folgendes mitteilen:

Die PU-Beschichtung dient als Einbauhilfe während der Installation des Liners. Zum einen schützt die Beschichtung den Anwender vor direktem Kontakt mit dem verwendeten Harz während der Imprägnierung des Liners, zum anderen dient die Beschichtung als Membran, wodurch die Installation mit Luft/Wasser ermöglicht wird.

Nach erfolgter Aushärtung des Liners hat die Folie bzw. Beschichtung Ihren Zweck bereits erfüllt, verbleibt aber der Einfachheit halber im gelinerten Rohr.

Sollte sich die Innenfolie bzw. -beschichtung wider Erwarten lösen, kann diese mittels geeignetem Werkzeug entfernt werden.

Die Funktionsfähigkeit der sanierten Leitung ist trotz einer entfernten Innenfolie gewährleistet, da diese nicht als integraler Bestandteil des Liners fungiert.

Bei Überprüfungen durch anerkannte Prüfinstitute gilt die Beschichtung nicht als integraler Bestandteil des Liners. Man geht davon aus, dass die Beschichtung im Laufe der Nutzungsdauer durch Abrasion abgetragen wird.

So wird die Beschichtung bei einer Dichtheitsprüfung nach DWA-A 143-3 vorher zerstört (gitterförmig eingeschnitten), da der Liner (Matrix aus Harz & Textilträger) allein dicht sein muss.

Auch bei der Ermittlung des Kurzzeit-E Moduls wird die Beschichtungsdicke bei der Ermittlung der Wanddicke nicht mitgerechnet, da diese nicht zur Steifigkeit des Liners beiträgt.

Insofern kann davon ausgegangen werden, dass die Funktionsfähigkeit der sanierten Leitung trotz einer entfernten Innenbeschichtung gewährleistet ist.

Schlauchliner-Verfahren vs. Sprüh-/Bürstenverfahren

Wie unterscheidet sich die Schlauchlinersanierung von Beschichtungsverfahren wie Sprüh-/Bürstenverfahren?

Bei den Sprüh-, Schleuder- und Bürstenverfahren wird auf die Altrohrinnenseite eine Harzschicht aufgebracht, eine Beschichtung. Die Altrohrinnenseite muss hierzu so gereinigt werden, dass sie komplett frei ist von trennend wirkenden Schmutzstoffen und Fetten. Der Reinigungsaufwand ist entsprechend hoch. Weiterhin verhindert die Beschichtung grundsätzlich nicht den fortschreitenden Verfall des Altrohrmaterials. Laut der Handlungsempfehlung „Sanierung der Gebäudeentwässerung“ des VSB – Verband zertifizierter Kanalsanierungs-Berater ist die Lebensdauer von Beschichtungsverfahren (Sprüh-, Schleuder- oder Bürstenapplikation) aufgrund der Markteinführung vor ca. 5-10 Jahren noch nicht im technischen Regelwerk festgelegt. Langzeiterfahrungen liegen noch nicht vor.

Der Schlauchliner gilt als Renovierungsverfahren und hat eine wirtschaftliche Nutzungsdauer nach allgemein anerkannter Regel der Technik von 50 Jahren. Beim Einbau eines Schlauchliners entsteht ein neues Kunststoffrohr im Altrohr. Das Altrohr wird somit durch den Schlauchliner vollkommen ersetzt. Auch beim Schlauchlinerverfahren müssen die Leitungen gereinigt werden, wobei geringe Rückstände von Schmutzstoffen und Fetten den Einbau und die Nutzungsdauer nicht beeinflussen. Die ersten Schlauchliner wurden vor ca. 50 Jahren eingebaut, es liegen Langzeiterfahrungen vor.

Sanierung von Rohrleitungen in Biogasanlagen

Können Rohrleitungen in Biogasanlagen mit BRAWOLINER® saniert werden?

Mit der Sanierung von Rohrleitungen in Biogasanlagen haben wir keine Erfahrungen.

Chemisch betrachtet, kann neben der angegebenen Konzentration von Schwefelsäure und Schwefelwasserstoff auch hoch konzentrierte Schwefelsäure punktuell vorliegen. Gegen konzentrierte Schwefelsäure ist unser BRAWOLINER® System nicht beständig. Zusammen mit den in der Biogasanlage vorhandenen Bakterien und dem Temperaturniveau kann es neben chemischer auch zu mikrobieller Korrosion kommen.

Für diesen speziellen Fall wurde unser System noch nicht getestet.

Wir raten von der Sanierung der beschriebenen Leitung mit unserem BRAWOLINER® System ab.

BRAWO® ShortLiner – Besonderheiten & Zulassung

Was ist das Besondere am BRAWO® ShortLiner und ist das System zugelassen?

Das BRAWO® ShortLiner-System ist ein Verfahren für die qualitativ hochwertige Reparatur von partiellen Schäden in Abwasserkanälen und -leitungen in den Nennweiten DN70 – 200.

BRAWO® ShortLiner besteht aus dem BRAWOLINER® 3D, dem Epoxidharz BRAWO® SRR und dem Bendy Packer inkl. Zubehör. Er zeichnet sich insbesondere durch eine sehr hohe Flexibilität aus. Reparaturen können in geschlossener Bauweise auch in schwierigen Kanal- und Leitungsverläufen sowie Dimensionsänderungen und Bögen ausgeführt werden.

Das Reparaturverfahren hat noch keine DIBt-Zulassung als solches, aber das bewährte Trägermaterial, der BRAWOLINER® 3D, ist bereits in mehreren Zulassungen des Deutschen Instituts für Bautechnik beschrieben und enthalten. Der Anwendungsbereich erstreckt sich über die Sanierung von Abwasserleitungen, die sowohl erdverlegt sein können als auch innerhalb von Gebäuden. Auch das empfohlene 2-Komponenten-Epoxidharzsystem BRAWO® SRR baut auf zugelassenen 2K-EP-Harzsystemen auf, welche sich bereits seit Jahren in der Sanierung von Abwasserleitungen bewährt haben. Lediglich die Art des Einbaus unterscheidet sich von den bestehenden Zulassungen.

BRAWO® Anschlussmanschetten – Besonderheiten & Zulassung

Was ist das Besondere an den BRAWO® Anschlussmanschetten und ist das System ein zugelassenes System? 

Die Sanierung von defekten Anschluss-Stutzen ist eine große Herausforderung. BRAWO® SYSTEMS bietet die passgenaue Lösung für Hauptrohre von DN 100 bis DN 150 und Zuläufe von DN 70 bis DN 150.

Mit den Satellitenpackern und den flexiblen Manschetten lassen sich selbst komplizierte Zuläufe in Fallleitungen schnell, preiswert und zuverlässig sanieren. Auch die Anbindungen von Zuläufen an bereits sanierten Leitungen lassen sich mit den BRAWO® Anschlussmanschetten problemlos wiederherstellen.

Die BRAWO® Anschlussmanschetten sind als ergänzendes Verfahren in den Zulassungen Z-42.3-362 (Sanierung von erdverlegten Abwasserleitungen) und Z-42.3-499 (Sanierung von Abwasserleitungen innerhalb von Gebäuden) enthalten. Das BRAWO® SRR ist eine Weiterentwicklung der zugelassenen 2K-EP-Harzsysteme, welches hinsichtlich Verarbeitungs- und Aushärtezeit optimiert wurde. Die bestehenden Zulassungen wurden noch nicht um die optimierte Variante ergänzt.

BRAWO® Anschlussmanschette

BRAWO® SRR

Einbau in PE-HD Rohren

Kann der BRAWOLINER® in PE-HD Rohre einbaut werden? 

Der von Ihnen genannte Anwendungsfall der Sanierung einer erdverlegten PE-HD Leitung kann mit unserem BRAWOLINER®-System durchgeführt werden.

Die Sanierung von PE-HD Leitungen mit unseren Epoxidharzen und UV-lichthärtenden Harzen ist für erdverlegte Rohrleitungen bauamtlich zugelassen. Auch innerhäusliche PE-HD Rohrleitungen sind Zulassungsgegenstand.

PE-HD hat einen im Vergleich zu anderen Rohrkunststoffen hohen Längenausdehnungskoeffizient. Während der Sanierung von innerhäuslich verlegten Altrohren ist darauf zu achten, dass weder zu hohe noch zu niedrige Umgebungstemperaturen herrschen, um den thermischen Stress möglichst gering zu halten. Wir empfehlen eine Kalthärtung bei moderaten und konstanten Umgebungstemperaturen, um auch in diesem Anwendungsfall die Längsausdehnung des Altrohrs möglichst gering zu halten.

Sanierung von Eiprofilen

Können Eiprofile mit dem BRAWOLINER® saniert werden?

Das Sanierungssystem BRAWOLINER® ist ein Verfahren, bei dem ein äußerst flexibles Trägermaterial in Kombination mit verschiedenen Harzsystemen eingesetzt wird.

Die hohe Flexibilität und Dehnbarkeit des Trägermateriales trägt dazu bei, dass das Sanierungsverfahren grundsätzlich auch für die Sanierung von Sonderprofilen verwendet werden kann.

So eignet sich der BRAWOLINER® 3D auch zum Sanieren von Eiprofilen:

In Kombination mit BRAWO® III kann der BRAWOLINER® 3D DN 200-300 im Eiprofil 200/300 und der BRAWOLINER® 3D DN 300-400 im Eiprofil 250/375 eingesetzt werden.

Es stellen sich hierbei Laminatdicken von 4,8 mm im Eiprofil 200/300 und 5,6 mm im Eiprofil 250/375 ein.

Die möglichen Verlegetiefen ergeben sich entsprechend dem Merkblatt DWA-M-144-3 (Tabelle C.2, Materialkenngruppe 2).

Die Sanierung von Eiprofilen mit dem BRAWOLINER® ist möglich und wurde auch schon in Maßnahmen durchgeführt (siehe Bericht).

 

Sanierung von Kupferrohren

Können Kupferrohre mit dem BRAWOLINER® saniert werden?

Das Material des Altrohrs steht bei der Bewertung der Sanierbarkeit nicht im Vordergrund. Zunächst erfüllt das Altrohr die Funktion einer Schalung für den BRAWOLINER®, der ein neues Rohr im Altrohr abbildet. In unseren DIBt-Zulassungen sind alle gängigen Rohrleitungsmaterialien aufgeführt, die üblicherweise für Abwasserleitungen verwendet werden. Andere Rohrleitungen und Anwendungsfälle sind im Einzelfall auf die Sanierbarkeit zu prüfen. Für das Kupferrohr haben Tests mit BRAWO® I gezeigt, dass bei moderaten Temperaturveränderungen Kupferrohre mit dem BRAWOLINER®-System saniert werden können.

Sanierung von Geberit Silent PP Rohren

Können (Geberit Silent) PP Rohre mit dem BRAWOLINER® saniert werden? 

Das Material des Altrohrs steht bei der Bewertung der Sanierbarkeit nicht im Vordergrund. Zunächst erfüllt das Altrohr die Funktion einer Schalung für den BRAWOLINER®, der ein neues Rohr im Altrohr abbildet. In unseren DIBt-Zulassungen sind alle gängigen Rohrleitungsmaterialien aufgeführt, die üblicherweise für Abwasserleitungen verwendet werden.

Ist die Leitung mit Muffen als Dehnungsausgleich installiert, empfehlen wir eine Härtung des Schlauchliners mit einer Temperatur im Bereich der mittleren Betriebstemperatur der Abwasserleitung. Um ein Verkleben von Altrohr und Liner auszuschließen, empfehlen wir einen Preliner zu verwenden. Wir raten zur Verwendung von BRAWO® III um die entstehende Temperaturerhöhung bei der Härtung gering zu halten.

Sanierung von Asbestzement-Rohren

Können Rohrleitungen aus Asbestzement mit dem BRAWOLINER® saniert werden? 

Die Instandsetzung von Asbestzementrohren mit Schlauchlinern im erdverlegten Bereich und mit Durchmessern ≥ DN200 ist durch das Institut für Arbeitsschutz (IFA) als emissionsarmes Verfahren unter der Nummer BT 61 zugelassen.

Für Altrohre mit kleineren Durchmesser und innerhäuslich verlegten Abwasserleitungen hat der Rohrleitungssanierungsverband (RSV) eine Handlungsempfehlung veröffentlicht. Diese kann unter dem folgenden Link aufgerufen werden: https://rsv-ev.de/asbest-rohre-sanieren

Auch BRAWO® SYSTEMS hat eine Handlungsempfehlung erarbeitet. Diese finden Sie unter dem folgenden Link: https://www.brawosystems.com/de/downloads

 

Sanierung von Trinkwasserleitungen

Können Trinkwasserleitungen mit dem BRAWOLINER® saniert werden? 

Wir raten von der Anwendung im Trinkwasserbereich mit dem BRAWOLINER® System ab.

Sanierung von Lüftungsleitungen

Können Lüftungsleitungen mit dem BRAWOLINER® saniert werden? 

Bitte wenden Sie sich mit Ihrer Anfrage an info@brawosystems.com.

 

Sanierung von Gasleitungen

Können Gasleitungen mit dem BRAWOLINER® saniert werden? 

Wir raten von der Sanierung von Gasleitungen mit dem BRAWOLINER® ab, da die Nachweise für die Sanierung von Druckleitungen nicht vorliegen.

 

Falten im Liner

Warum haben sich im gehärteten Liner Falten gebildet? Ist die Qualität des Liners durch die Falten beeinträchtigt? 

Je nach Zustand der Altrohrs, des gewählten Einbauverfahrens und speziellen Randbedingungen kann es zu einer mehr oder weniger starken Faltenbildung im Laminat kommen. Folgende Faktoren beeinfluss die Ausprägung der Falten:

  • Radius und Gradzahl der Bögen
  • Unterdimensionierung des Liners im Verhältnis zum Rohrinnendurchmesser
  • Einbau mit oder ohne Kalibrierschauch
  • Art des verwendeten Kalibrierschlauches
  • Inversionsdruck und -geschwindigkeit
  • Aushärtedruck
  • Rohrversatz

Faltenbildungen oder Oberflächenunregelmäßigkeiten, die innerhalb der Grenzwerte liegen, stellen keinen Mangel dar. Sie führen zu keiner Einschränkung hinsichtlich der Betriebseignung, Standsicherheit oder Dichtheit des sanierten Systems. Bei Faltenbildungen bzw. Oberflächenunregelmäßigkeiten, die die zulässigen Grenzwerte überschreiten, ist eine Einzelfallprüfung durchzuführen.

Die Grenzwerte sind in den drei Regelwerken für das vor Ort härtende Schlauchlining DIN EN ISO 11296-4, DWA-A 143-3 und DWA-M 144-3 unterschiedlich definiert. Das RSV-Merkblatt 1.1 „Renovierung von Abwasserkanälen und -leitungen mit vor Ort härtendem Schlauchlining“, Kapitel 8.2 „Optische Inspektion“, zeigt die Grenzwerte inkl. Erläuterungen auf.

https://rsv-ev.de/merkblaetter-detailansicht/merkblatt-schlauchlining

Im geraden Leitungsverläufen sind beim Einsatz des BRAWOLINER i.d.R. nicht mit Faltenbildung zu rechnen. Ausnahmen bestätigen die Regel: Ist der Umfang des Liners größer als der Umfang des Altrohres (innen) kann es zur Faltenbildung kommen.

Auch das gewählte Sanierungsverfahren kann das Ergebnis beeinflussen:

  • Wird ein Schlauchliner mit „geschlossenem Ende“ eingebaut, kann sich das Material „frei“ bewegen und sich optimal an die Geometrie des Altrohres anpassen. Die Faltenbildung ist, wenn überhaupt, nur sehr gering.
  • Wird der Liner mit „offenem Ende“ mit Hilfe eines Kalibrierschlauches eingebaut, kann sich das flexible Trägermaterial nicht mehr so „frei“ bewegen, es kann zu etwas mehr Faltenbildung kommen.

Dies ist je nach Art des verwendeten Kalibrierschlauch mehr oder weniger ausgeprägt.

Wie kann Faltenbildung reduziert oder vermieden werden? Was kann dagegen getan werden?

Die besten Ergebnisse werden erzielt, wenn der verwendete Schlauchliner im Vergleich zum Altrohr entsprechend unterdimensioniert ist. Unsere BRAWOLINER® 3D zeigen Vorteile im Einsatz, auch wenn keine Dimensionssprünge im Altrohr vorhanden sind.

Tipps & Tricks für einen möglichst faltenfreien Einbau:

  • Der Einsatz von BRAWOLINER DN 125 oder BRAWOLINER 3D DN 100-150 in Altrohren der Dimension DN 150 bedeutet ein geringes Risiko der Faltenbildung.
    • Einbau mit „geschlossenem Ende“ = geringe Faltengefahr (Achtung, ggf. Mehraufwand zum Öffnen des Liners im nicht begehbaren Bereich).
    • Bei Einbau mit Kalibrierschlauch: Verwendung eines flexiblen Kalibrierschlauches der jeweils größten Dimension (z.B. Airbagliner®)
    • Langsames Invertieren mit ausreichendem Druck, damit sich der Liner an die Rohrgeometrie anpassen kann.

 

Einbau bei Umgebungstemperaturen unter 5 °C

Kann eine Sanierung bei Umgebungstemperaturen unter 5 °C durchgeführt werden?

Grundsätzlich ist eine Sanierung mit dem BRAWOLINER-System bei Luft- und Untergrundtemperaturen unter 5 °C nicht empfohlen.

Bei einer Schlauchliner-Sanierung bei Umgebungstemperaturen unter 5°C ist die Material-, Luft- und Untergrundtemperatur bei der Verarbeitung näher in Betracht zu ziehen. 

Materialtemperatur:

Für die 2K-Epoxidharz-Systeme BRAWO I/III/SRR/RR empfehlen wir die Komponenten vor der Verarbeitung auf ca. +13 - 15 °C zu temperieren. 

Für die lichthärtenden Harzsysteme BRAWO UVPox und BRAWO LR empfehlen wir eine Temperierung auf ca. 20 °C vor der Verarbeitung. Zur optimalen Temperierung der Harze wird die Lagerung in einem Klimaschrank empfohlen.

Als Verarbeitungsbedingungen für das BRAWOLINER-System geben wir eine Luft- und Untergrundtemperatur von +5 - 30 °C an. Das bedeutet, dass das Material vor der Sanierung entsprechend der Empfehlung temperiert wird und während der Imprägnierung und den weiteren Verarbeitungsschritten in diesem Temperaturbereich optimal verarbeitet werden kann.

Luft- und Untergrundtemperatur:

Neben den Materialtemperaturen spielen auch die Temperaturen in der Abwasserleitung und der die Abwasserleitung umgebende Untergrund eine Rolle bei der Sanierung. Bei Lufttemperaturen unter 5 °C können im zu sanierenden Abwasserrohr Temperaturen über 5 °C vorliegen, sodass eine Sanierung durchgeführt werden kann.

Bei 2K-Epoxidharzsystemen wird bei niedrigen Umgebungstemperaturen eine Warmhärtung mit Wasser oder Dampf empfohlen, um eine vollständige Aushärtung zu gewährleisten.

 

Sanierung von Großküchen

Können Abwasserleitungen von Großküchen mit dem BRAWOLINER-System saniert werden?

Dieser Anwendungsfall liegt außerhalb des Zulassungsgegenstands. Über den Einfluss von größeren Mengen von heißen Abwässern mit Temperaturen > 60 °C, wie dies in Großküchen vorkommen kann, können wir für unser System keine pauschale Aussage machen.

Die Eignung des Systems sollte für den jeweiligen Anforderungsfall bewertet werden. 

Gerne können Sie uns bei Rückfragen kontaktieren.

 

Sanierung von Düker-Rohren

Können Düker-Rohre saniert werden?

Düker können mit dem BRAWOLINER-System saniert werden. Natürlich müssen die Gegebenheiten vor Ort, speziell die Anforderungen an die Rohrstatik, beachtet werden.

 

Sanierung von Abwasserleitungen in der Lebensmittel & Getränkeindustrie

Können Abwasserleitungen in der Lebensmittelindustrie, wie z.B. Abwasserleitungen in Brauereien, Molkereien oder Käsereien, mit dem BRAWOLINER System saniert werden?

Alle unsere Harze sind beständig gegen häusliches Abwasser nach DIN EN 1986. Die Nachweise wurden im Rahmen der Zulassungsprüfung für das DIBt erbracht.

Darüber hinaus weisen die Harzsysteme eine gute Beständigkeit gegen weiteren Chemikalien auf.

Die chemische Beständigkeit ist in erster Linie vom verwendeten Harz abhängig. Unter folgendem Link finden Sie die Listen zu den chemischen Beständigkeiten der BRAWO-Harze:

https://www.brawosystems.com/downloads/datenblaetter/technische-datenblaetter-harz/ 

 

Für darüber hinaus gehende Gegebenheiten setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung.

 

Leitungen von Leichtflüssigkeitsabscheidern

Können Leichtflüssigkeitsabscheider mit dem BRAWOLINER-System saniert werden?

Siehe Tankstellen-Sanierung Tankstellen-Sanierungen.

 

Probenentnahme

Wie entnehme ich Linerproben richtig? Was ist bei der Entnahme von Prüfmustern zu beachten?

Zur Qualitätssicherung auf Baustellen wird bei Hausanschlussleitungen häufig eine Überprüfung der Materialkennwerte an einem Probestück durch ein akkreditiertes Prüfinstitut gefordert. Diese Maßnahme dient der Sicherstellung, dass die verwendeten Materialien den technischen Anforderungen entsprechen.

Detaillierte Hinweise zur fachgerechten Entnahme der Proben finden Sie in unserem Schreiben „Hinweise zur Probenentnahme zwecks Überprüfung der Materialkennwerte“, das im Downloadbereich zur Verfügung steht.

 

Schadensbilder BRAWO Remote LC

Welche Schadensbilder sind mit dem BRAWO RLC Verfahren sanierbar?

Siehe FAQ-Eintrag Sanierbare Schadensbilder

 

Maximale Sanierungslänge BRAWO Remote LC

Welche maximale Hausanschlusslänge ist sanierbar?

Ausschlaggebend ist die Länge des Schlauch der BRAWO Magnavity. Die Summe aus dem Abstand des Schachts bis zur Einmündung in den Hauptkanal und der Sanierungslänge der Hausanschlussleitung sollte 50 m nicht überschreiten.

Beispiel: 

Schacht 3m

Einmündung in den Hauptkanal 20 m

Sanierungslänge Hausanschlussleitung 10 m

Summe 33 m --> OK

 

Schacht 3m

Einmündung in den Hauptkanal 40 m

Sanierungslänge Hausanschlussleitung 20 m

Summe 63 m --> nicht möglich

 

Leitungsgefälle BRAWO Remote LC Verfahren

Bis zu welchem Leitungsgefälle kann das BRAWO Remote LC Verfahren angewendet werden?

Der BRAWOLINER wird mit dem BRAWO Remote LC Verfahren grundsätzlich gegen das Gefälle eingebaut. Übliche Steigungen werden problemlos überwunden. Wichtig ist, dass der Liner während des Inversions- und Härtevorgangs permanent mit Druck beaufschlagt ist und gegen die Altrohrwand gedrückt wird.

 

Schacht BRAWO Remote LC

Reicht ein Schacht oder sind zwei Schächte als Zugangspunkt für das BRAWO Remote LC Verfahren erforderlich?

Im Idealfall sind zwei Schächte als Zugangsmöglichkeit vorhanden. Bei geringer Distanz vom Startschacht zum Zulauf der Hausanschlussleitung kann auch von einem Schacht als Zugangspunkt gearbeitet werden.

 

Liner

Vorimprägnierter BRAWOLINER

Gibt es den BRAWOLINER auch vorimprägniert?

Der BRAWOLINER ist auch vorimprägniert mit lichthärtendem Harz erhältlich. 
Neben dem BRAWOLINER 3D, dem Liner für mehrere Dimensionssprünge, kann auch der Standard-Liner BRAWOLINER vorimprägniert bestellt werden.

Weitere Informationen finden Sie unter:  BRAWOLINER 3D LR

Zu den Produktspezifikationen des BRAWOLINER 3D LR und BRAWOLINER LR 

 

Linertypen und Einsatzgebiet

Für welchen Anwendungsfall ist welcher Liner empfohlen?

Die Anwendungsbereiche unserer Liner finden Sie in unserer Verfahrensanweisung ab Abschnitt 3.3.0, die im Download-Bereich unter dem folgendem Link zur Verfügung gestellt wird:

https://www.brawosystems.com/downloads/verfahrensanweisungen/

CE-Kennzeichnung

Warum ist kein CE-Zeichen auf dem BRAWOLINER®?

Da es zurzeit keine harmonisierte europäische Norm (hEN) gibt, die den BRAWOLINER® erfasst, ist eine Leistungserklärung und CE Kennzeichnung nicht erlaubt, bzw. notwendig.

Wasserdichte Verbindung von Anschlüssen

Welche Möglichkeiten gibt es Zuläufe wasserdicht anzuschließen?

Zuläufe innerhalb und außerhalb von Gebäuden können mit dem DIBt-zugelassenen BRAWOLINER® Anschlussmanschettensystem 2.0 sicher angebunden werden.

Nicht-3D-BRAWOLINER® bei der Lichthärtung

Können auch Nicht-3D-BRAWOLINER® bei der Lichthärtung verwendet werden?

Wir haben im Rahmen der DIBt-Zulassung für die BRAWOLINER®-Lichthärtung eine vergleichende Prüfung unserer Produkte BRAWOLINER®, BRAWOLINER® 3D und BRAWOLINER® XT bei einem akkreditierten Prüfinstitut beauftragt.

Das Fazit zeigt eindeutig, dass die verschiedenen BRAWOLINER® in ihrer Struktur grundsätzlich vergleichbar sind und dem Einsatz des BRAWOLINER® und des BRAWOLINER® XT in Verbindung mit der Lichthärtung nichts entgegen steht.

Die mechanischen Eigenschaften von Synthesefaser-Laminaten werden maßgeblich durch die Harz-Matrix bestimmt. Sofern für alle drei Systeme das gleiche Harz verwendet wird, sind unter der Voraussetzung gleicher Faseranteile keine signifikanten Unterschiede bezüglich der mechanischen Kennwerte, insbesondere der Langzeiteigenschaften (Kriechverhalten) zu erwarten.

Muster-Ausschreibungstexte

Gibt es einen Muster-Ausschreibungstext?

Die Muster-Ausschreibungstexte finden Sie online unter www.brawosystems.com in unseren Download-Bereich.

Sonderlängen BRAWOLINER®

In welchen Längen kann ich den BRAWOLINER® kaufen? In welchen Längen kann der BRAWOLINER® hergestellt werden?

Wir bieten den BRAWOLINER® standardmäßig in 25 m, 50 m und 100 m Länge an. Sonderlängen sind auf Anfrage möglich.

BRAWOLINER® HT für den erdverlegten Bereich

Kann ich den BRAWOLINER® HT auch für den erdverlegten Bereich verwenden?

Ja, auch der BRAWOLINER® HT in Kombination mit BRAWO® I oder BRAWO® III ist Gegenstand der Zulassung Z-42.3-362.

BRAWOLINER® in Sonderprofilen

Kann ich den BRAWOLINER® auch für Sonderprofile verwenden?

Wegen seiner Flexibilität und Elastizität kann der BRAWOLINER® auch in anderen Profilen wie runden Querschnitten verwendet werden. Basis für die Linerauswahl (Typ und Dimension) sollte der Umfang des Sonderprofils sein.

In Deutschland dürfen laut DIBt-Zulassung Leitungen mit Kreisprofilen saniert werden.

Darüber hinaus gibt das DWA-Merkblatt DWA-M 144-3 aber auch für Eiprofile Informationen über die statische Tragfähigkeit. Das BRAWO® I und BRAWO® III ist in der Materialkenngruppe 2 zuzuordnen. In Tabelle C.2 kann die maximal mögliche Grundwasserüberdeckung für die mit dem BRAWOLINER® erzielte Wanddicke abgelesen werden.

Genauere Informationen sind unter dem Abschnitt "Liner" unter dem Punkt "Sanierung von Eiprofilen" zu finden.

Rohre ohne Normdurchmesser

Welchen BRAWOLINER® kann ich für ein Rohr ohne Normdurchmesser verwenden?

Die BRAWOLINER® der Produktfamilie 3D decken alle einen Nennweitenbereich ab. Der Altrohrdurchmesser sollte zwischen dem empfohlenen Minimal- und Maximaldurchmesser des BRAWOLINER® 3D liegen. Genauere Informationen finden Sie in der Produktspezifikation und im Datenblatt Kennwerte Statik.

 

Längung

Welche Längung muss beim Einbau mit dem BRAWOLINER angenommen werden?

Die Herstellung der textilen Komponenten des BRAWOLINER erfolgt nach strengen Qualitätsvorgaben. Wie bei jeder Produktion gibt es auch hier notwendige Toleranzen. Durch Schwankungen innerhalb der Toleranzen kann es zu Variationen im Endprodukt kommen.

Das Längenverhalten des Liners ist aber im Wesentlichen von der vorhandenen Einbausituation abhängig, wie z.B. die Anzahl der Bögen, Steigung/Gefälle, Inversionsdruck, Inversionsgeschwindigkeit, Oberflächenbeschaffenheit des Altrohr, Durchmesser, Einbau mit geschlossenem/offenem Ende, Kalibrierschlauchtyp, jeweiliges Installationsequipment, etc.

Die Angabe einer Formel ist deshalb nicht möglich bzw. würde eine Scheingenauigkeit widerspiegeln, die nicht vorhanden ist.

 

 

Sanierbare Schadensbilder

Welche Schadensbilder sind mit dem BRAWOLINER-System sanierbar?

Abwasserleitungen, deren Tragfähigkeit allein (ohne Unterstützung des umgebenden Bodens) gegeben ist, d. h. keine Risse (ausgenommen Haarrisse mit Rissbreiten unter 0,15 mm bzw. bei Stahlbetonrohren unter 0,3 mm) vorhanden sind, dürfen mit Schlauchlinern nur saniert werden, wenn die Nennsteifigkeit SN 500 N/m² eingehalten wird. Weist das Altrohr einen oder mehrere durchgehende Längsrisse auf, sind Bodenuntersuchungen, z. B. durch Rammsondierungen erforderlich und es ist ein entsprechender rechnerischer Nachweis zu führen. Bei Infiltrationen ist der Schlauchliner zusätzlich hinsichtlich des Verformungs- und Beulverhaltens zu bemessen. Wenn das Altrohr-Bodensystem allein nicht mehr tragfähig ist, dürfen solche Abwasserleitungen mit Schlauchlinern nur saniert werden, wenn durch einen Standsicherheitsnachweis entsprechend dem Arbeitsblatt DWA-A 143-211 die durch den Schlauchliner aufzunehmenden statischen Belastungen nachgewiesen werden.

Die vom Harzsystem abhängigen Nennsteifigkeiten sind in den jeweiligen bauamtlichen Zulassungen sowie in den Datenblättern Kennwerte Statik im Download-Bereich unserer Website unter https://www.brawosystems.com/de/downloads/datenblaetter#c4886 zu finden.

 

 

Harze

Harzmengen, Härtezeiten

Welche Harzmenge wird benötigt und welche Aushärtezeit ist zu beachten?

Ausführliche Informationen zu Harzmengen und Härtezeiten finden Sie in unserem Harz Kalkulator und unseren Verfahrensanweisungen.
 

Umwelt- und Wasserverträglichkeit

Ist die Sanierung mit dem BRAWOLINER Wasser- und Umweltverträglich?

Die BRAWOLINER-Sanierungssysteme mit den BRAWO Harzen wurden innerhalb der DIBt-Zulassungsprüfungen durch eine Umweltverträglichkeitsprüfung bewertet. 
Alle zugelassenen BRAWO Harze haben die Umweltverträglichkeitsprüfung bestanden. Zu beachten sind die Einbauhinweise in der jeweiligen Zulassung.

 

VOC-Gehalt

Wie hoch ist der VOC-Gehalt der BRAWO Harze?

Der VOC-Gehalt der BRAWO Harze BRAWO I, BRAWO III, BRAWO SRR, BRAWO UVPox51 und BRAWO LR ist unter 3 %.
 

Harzverbrauch

Wieviel Harz benötigt der BRAWOLINER® pro Meter?

Zur Berechnung der Harzmenge empfehlen wir unseren Harz-Kalkulator. Diesen finden Sie auf unserer Homepage unter

www.brawosystems.com/fileadmin/user_upload/Resin_Calculator_20240418.xlsx

Im Download-Bereich unserer Website finden Sie auch PDF-Tabellen mit Informationen zum Harzverbrauch.

Harzverbrauch lichthärtende Harze

Harzverbrauch zweikomponentige Harze

Entsorgung

Wie sind BRAWO-Harze zu entsorgen? 

Für zweikomponentige Harze:

1. Restlos entleerte Gebinde können dem Recycling zugeführt werden.

2. Komponentenreste sind im angegebenen Mischungsverhältnis anzumischen und härten aus. Die so ausgehärteten Harze, können dann als Restmüll entsorgt werden (Abfallschlüssel AVV200301, gemischte Siedlungsabfälle).

3. Reste von Einzelkomponenten sollten vermieden werden. Sollten trotzdem Reste von Einzelkomponenten anfallen, müssen diese als Sondermüll einer geeigneten Entsorgung zugeführt werden. Kontaktieren Sie hierzu ihren örtlichen Entsorgungsbetrieb.

Sie können dem Entsorger die Arbeit erleichtern, indem Sie ihm die Sicherheitsdatenblätter der Harze zur Verfügung stellen. Auch diese finden Sie im Downloadbereich unserer Website.

www.brawosystems.com/de/downloads/datenblaetter

Für lichthärtende Harz:

1. Restlos entleerte Gebinde können dem Recycling zugeführt werden.

2. Harzreste können in Schichten von wenigen mm mit einer UV-Lampe aufgehärtet werden (Augen und Haut vor UV Strahlung schützen!)

3. Die so ausgehärteten Harze, können dann als Restmüll entsorgt werden (Abfallschlüssel AVV200301, gemischte Siedlungsabfälle).

4. Unausgehärtetes Harz muss als Sondermüll einer geeigneten Entsorgung zugeführt werden.

5. Kontaktieren Sie hierzu ihren örtlichen Entsorgungsbetrieb.

Sie können dem Entsorger die Arbeit erleichtern, indem Sie ihm die Sicherheitsdatenblätter der Harze zur Verfügung stellen. Auch diese finden Sie im Downloadbereich unserer Website.

https://www.brawosystems.com/de/downloads/datenblaetter#c4887

Bisphenol A

Wird aus dem BRAWOLINER®-Laminat Bisphenol A ausgelöst?

Bitte nehmen Sie Kontakt zu BRAWO® SYSTEMS über E-Mail an info(at)brawosystems.com oder durch einen Anruf über +49 631 20561-100 auf.

Haltbarkeit BRAWO® Harze

Wie lange ist die Haltbarkeit von BRAWO® Harzen?

Unter Beachtung der folgenden Bedingungen ist die Haltbarkeit der Harze wie folgt gegeben:

  • Bei einer Lagerung in dicht verschlossenen Originalgebinden bei Temperaturenvon +5°C bis +30°C und trockenen Bedingungen.
  • Die Lagerung muss frostfrei erfolgen.
  • Achtung bei Lichtharzen: Harz nicht dem Sonnenlicht aussetzen, da dies zu einer sofortigen Aushärtung des Harzes führt!
HarzHaltbarkeit in Monaten
BRAWO® I, III, RR, SRR, AC18
BRAWO® HT12
BRAWO® Silicate Fast12
BRAWO® UVPox12
BRAWO® LR9

Kraftschluss BRAWO® LR

Kann mit dem Harz BRAWO® LR eine kraftschlüssige Verbindung zum Altrohr erreicht werden?

Mit unserem BRAWO® LR Harz können wir leider keinen Kraftschluss erreichen.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass je nach Rohrmaterial und Einbaumethode weitestgehend Formschluss generiert werden kann, jedoch kein Kraftschluss.

Dies wird zum Beispiel bei einem KG2000 Rohr, welches einen gut gereinigten Untergrund mitbringt und z.B. mittels Schleifpanels mechanisch angeraut wurde, erreicht.

Wir empfehlen daher Anfang und Ende des eingebauten Liners hinterlaufsfrei einzubinden (z.B. durch Linerendmanschetten, Handlaminat oder Verpressfahren/Stutzensanierung).

Statik BRAWOLINER®

Ist der BRAWOLINER® (alleine) statisch tragfähig? 

Die statische Leistungsfähigkeit des BRAWOLINER® Sanierungsverfahren hängt vom verwendeten Harzsystem und dem verwendeten BRAWOLINER® ab. Sehen Sie hierzu für die 2K-Epoxidharzsysteme BRAWO® I, III, AC die Datenblätter "Kennwerte Statik" mit dem Verweis auf die Materialkenngruppe nach DWA-Merkblatt M 144-3.

Die statische Leistungsfähigkeit der lichthärtenden Harzsysteme BRAWO® UVPox und BRAWO® LR kann direkt dem jeweiligen Datenblatt "Kennwerte Statik" den Spalten AZ I bzw. AZ II entnommen werden.

https://www.brawosystems.com/de/downloads/datenblaetter#c4886

 

Chemische Eingruppierung BRAWO® UVPox

Ist das BRAWO® UVPox ein Epoxidharzsystem?

Wie bei 2K-Epoxidharzen enthält auch das lichthärtende BRAWO® UVPox Epoxidanteile, die den auch bei 2K-Systemen typischen Oxiranring aufzeigen. Falls Sie mehr erfahren möchten, nehmen Sie bitte Kontakt mit unserer technischen Abteilung auf: info@brawosystems.com

IR-Spektralanalyse BRAWO® Harze

Können Sie uns das IR-Spektrum für das Harz zusenden?

Zu allen DIBt-zugelassenen Harzsystemen ist bei dem Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) ein Infrarot (IR)-Spektrum hinterlegt. Der Versand der Spektren ist bei uns unüblich, da die Spektren normalerweise nur mit Hilfe einer Referenz Aufschluss geben. Falls Sie weitere Informationen benötigen, schreiben Sie bitte an info@brawosystems.com.

BRAWO® UVPox - formschlüssiges Anliegen ohne Hinterläufigkeit

Verklebt das BRAWO® UVPox? Wie sieht es mit dem Schrumpf bei dem BRAWO® UVPox aus?

Für unser BRAWO® UVPox wurden interne Tests durchgeführt.

Ein wesentlicher Qualifizierungsschritt des BRAWO® UVPox war die Überprüfung des Infiltrationswiderstandes. Dabei wurde die Infiltration durch die Linerwand bzw. entlang eines Ringspalts zwischen dem Liner und dem Altrohr überprüft.

Mit dem BRAWO® UVPox kann ein formschlüssiges Anliegen im Altrohr realisiert werden, wodurch wir einen Nachweis erbringen konnten, dass eine hinterwanderungsfreie Installation möglich ist.

Wiederanschluss von Seitenzuläufen/lichthärtende Harze

Muss ein mit BRAWO® UVPox oder BRAWO® LR saniertes Rohr an Zuläufen nochmal angeschlossen werden? 

In Deutschland wird im Rahmen der DIBt-Zulassung für erdverlegte Leitungen die wasserdichte Wiederherstellung von Seitenzuläufen beschrieben. Ein mögliches Verfahren ist die "BRAWOLINER® Anschlussmanschette" nach DIBt-Bescheid Z-42.3-362. Auch in offener Bauweise oder mittels anderer Reparatur- bzw. Sanierungsverfahren kann der Seitenzulauf wiederhergestellt werden.

Verarbeitungs- und Härtezeiten

Wie sind die Verarbeitungs- und Härtezeiten der Harze?

Die Verarbeitungs- und Härtezeiten unserer BRAWO®-Harze finden Sie auf unserer Website www.brawosystems.com unter dem Punkt Technische Datenblätter - Harz im Downloadbereich.

www.brawosystems.com/de/downloads/datenblaetter

Harz-Allergie

Können Harze Allergien hervorrufen?

Reaktionsharze können im Allgemeinen allergische Reaktionen hervorrufen. Bei der Verarbeitung der Reaktionsharzsysteme sind besondere Schutzmaßnahmen zu treffen. Informationen hierzu finden sie im jeweiligen Sicherheitsdatenblatt (H- und P-Sätze) 

Insbesondere zum Umgang mit Epoxidharzen hält die DGUV Information 201-062 der BG Bau wichtige Informationen bereit.

Verklebung von Epoxidharzen

Kann mit den 2K-Epoxidharzen eine Verklebung zum Altrohr erreicht werden?

Die zweikomponentigen Epoxidharze BRAWO I und BRAWO III verkleben in Abhängigkeit zu Altrohrmaterial und Reinigungsgrad unterschiedlich gut auf dem jeweiligen Untergrund.

In Beton- und Steinzeugrohren gibt es in der Regel eine sehr gute Verklebung, bei PVC ist die Verklebung eher mäßig, bei PE (HD-PE) gibt es keine Verklebung mit dem Altrohr.

Allerdings ist anzumerken, dass die Epoxidharze nahezu schrumpffrei sind, d.h. der Liner liegt formschlüssig im Altrohr an, beim Einbau ohne Preliner wird zusätzlich Harz in eventuell vorhandene Risse und Muffenspalte gedrückt, wodurch sich der Liner im Rohr "verkrallt".

Übrigens haben wir in dem CP308-Test für die englische Wassergesellschaft WRc (früher „Thames Water") nachgewiesen, dass bei fachgerechtem Einbau kein Wasser zwischen Liner und Altrohr in den Sammler gelangt.