Einsatz in Druckrohren

Kann der BRAWOLINER® in Druckrohren eingesetzt werden?

Wir haben exemplarisch einen BRAWOLINER® DN 100 mit BRAWO® I auf Innendruckbeständigkeit prüfen lassen. Im Test hat der BRAWOLINER® DN 100 ohne Altrohr einem Innendruck von 9 bar über 300 Stunden standgehalten, ohne das es zu einem Versagen kam.

Die Angaben basieren auf einem Test, es wurden keine weiteren Prüfungen für die Verwendung in Druckleitungen durchgeführt.

Wir empfehlen die Eignung im Einzelfall zu prüfen und die Anwendung mit dem Auftraggeber abzustimmen.

Tankstellen-Sanierungen

Kann das BRAWOLINER® System zur Sanierung von Leitungen im Tankstellenbereich eingesetzt werden?

Das BRAWOLINER® System besitzt keine Tankstellenzulassung. Über unsere DIBt-Zulassung hinaus haben wir unsere Produkte beim LGA in Nürnberg hinsichtlich Beständigkeit gegen Öl/Kraftstoffbelastung prüfen lassen.

Die Prüfungen wurden entsprechend der gültigen Norm durchgeführt.

Dies ist nicht gleichbedeutend mit einer Zulassung für den Tankstellenbereich. Jedoch decken die Prüfungen beim LGA zusammen mit unser DIBt-Zulassung für erdverlegte Abwasserleitungen (Z-42.3-362) die wesentlichen Aspekte ab. Die beiden Prüfberichte, aus denen hervorgeht, dass unsere Harze BRAWO® I und BRAWO® III die Forderungen bzgl. Chemischer Beständigkeit erfüllen, finden Sie im Download-Bereich unserer Homepage www.brawosystems.com

Schwimmbad-Sanierungen

Kann das BRAWOLINER®-System zur Sanierung von Leitungen im Schwimmbadbereich werden?

Dieser Anwendungsfall liegt außerhalb unserer Zulassung, daher raten wir davon ab.

Sanierung in Wasserschutzzone

Ist das BRAWOLINER®-System für die Verwendung in Wasserschutzzonen zugelassen? 

Es gibt keine Zulassung für die Verwendung in Wasserschutzzonen. Unsere Systeme sind bauamtlich bei dem Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) zugelassen und haben folglich die Umweltverträglichkeitsprüfung bestanden.

Wir empfehlen den Einsatz in Wasserschutzzonen mit den örtlichen Behörden abzustimmen.

Folien/Beschichtung

Ist die Folie/Beschichtung integraler Bestandteil des BRAWOLINER® Sanierungssystems? 

Zu Ihrer Anfrage bezüglich einer abgelösten Innenfolie bei einem eingebauten BRAWOLINER® können wir Ihnen folgendes mitteilen:

Die PU-Beschichtung dient als Einbauhilfe während der Installation des Liners. Zum einen schützt die Beschichtung den Anwender vor direktem Kontakt mit dem verwendeten Harz während der Imprägnierung des Liners, zum anderen dient die Beschichtung als Membran, wodurch die Installation mit Luft/Wasser ermöglicht wird.

Nach erfolgter Aushärtung des Liners hat die Folie bzw. Beschichtung Ihren Zweck bereits erfüllt, verbleibt aber der Einfachheit halber im gelinerten Rohr.

Sollte sich die Innenfolie bzw. -beschichtung wider Erwarten lösen, kann diese mittels geeignetem Werkzeug entfernt werden.

Die Funktionsfähigkeit der sanierten Leitung ist trotz einer entfernten Innenfolie gewährleistet, da diese nicht als integraler Bestandteil des Liners fungiert.

Bei Überprüfungen durch anerkannte Prüfinstitute gilt die Beschichtung nicht als integraler Bestandteil des Liners. Man geht davon aus, dass die Beschichtung im Laufe der Nutzungsdauer durch Abrasion abgetragen wird.

So wird die Beschichtung bei einer Dichtheitsprüfung nach DWA-A 143-3 vorher zerstört (gitterförmig eingeschnitten), da der Liner (Matrix aus Harz & Textilträger) allein dicht sein muss.

Auch bei der Ermittlung des Kurzzeit-E Moduls wird die Beschichtungsdicke bei der Ermittlung der Wanddicke nicht mitgerechnet, da diese nicht zur Steifigkeit des Liners beiträgt.

Insofern kann davon ausgegangen werden, dass die Funktionsfähigkeit der sanierten Leitung trotz einer entfernten Innenbeschichtung gewährleistet ist.

Schlauchliner-Verfahren vs. Sprüh-/Bürstenverfahren

Wie unterscheidet sich die Schlauchlinersanierung von Beschichtungsverfahren wie Sprüh-/Bürstenverfahren?

Bei den Sprüh-, Schleuder- und Bürstenverfahren wird auf die Altrohrinnenseite eine Harzschicht aufgebracht, eine Beschichtung. Die Altrohrinnenseite muss hierzu so gereinigt werden, dass sie komplett frei ist von trennend wirkenden Schmutzstoffen und Fetten. Der Reinigungsaufwand ist entsprechend hoch. Weiterhin verhindert die Beschichtung grundsätzlich nicht den fortschreitenden Verfall des Altrohrmaterials. Laut der Handlungsempfehlung „Sanierung der Gebäudeentwässerung“ des VSB – Verband zertifizierter Kanalsanierungs-Berater ist die Lebensdauer von Beschichtungsverfahren (Sprüh-, Schleuder- oder Bürstenapplikation) aufgrund der Markteinführung vor ca. 5-10 Jahren noch nicht im technischen Regelwerk festgelegt. Langzeiterfahrungen liegen noch nicht vor.

Der Schlauchliner gilt als Renovierungsverfahren und hat eine wirtschaftliche Nutzungsdauer nach allgemein anerkannter Regel der Technik von 50 Jahren. Beim Einbau eines Schlauchliners entsteht ein neues Kunststoffrohr im Altrohr. Das Altrohr wird somit durch den Schlauchliner vollkommen ersetzt. Auch beim Schlauchlinerverfahren müssen die Leitungen gereinigt werden, wobei geringe Rückstände von Schmutzstoffen und Fetten den Einbau und die Nutzungsdauer nicht beeinflussen. Die ersten Schlauchliner wurden vor ca. 50 Jahren eingebaut, es liegen Langzeiterfahrungen vor.

Sanierung von Rohrleitungen in Biogasanlagen

Können Rohrleitungen in Biogasanlagen mit BRAWOLINER® saniert werden?

Mit der Sanierung von Rohrleitungen in Biogasanlagen haben wir keine Erfahrungen.

Chemisch betrachtet, kann neben der angegebenen Konzentration von Schwefelsäure und Schwefelwasserstoff auch hoch konzentrierte Schwefelsäure punktuell vorliegen. Gegen konzentrierte Schwefelsäure ist unser BRAWOLINER® System nicht beständig. Zusammen mit den in der Biogasanlage vorhandenen Bakterien und dem Temperaturniveau kann es neben chemischer auch zu mikrobieller Korrosion kommen.

Für diesen speziellen Fall wurde unser System noch nicht getestet.

Wir raten von der Sanierung der beschriebenen Leitung mit unserem BRAWOLINER® System ab.

BRAWO® ShortLiner – Besonderheiten & Zulassung

Was ist das Besondere am BRAWO® ShortLiner und ist das System zugelassen?

Das BRAWO® ShortLiner-System ist ein Verfahren für die qualitativ hochwertige Reparatur von partiellen Schäden in Abwasserkanälen und -leitungen in den Nennweiten DN70 – 200.

BRAWO® ShortLiner besteht aus dem BRAWOLINER® 3D, dem Epoxidharz BRAWO® SRR und dem Bendy Packer inkl. Zubehör. Er zeichnet sich insbesondere durch eine sehr hohe Flexibilität aus. Reparaturen können in geschlossener Bauweise auch in schwierigen Kanal- und Leitungsverläufen sowie Dimensionsänderungen und Bögen ausgeführt werden.

Das Reparaturverfahren hat noch keine DIBt-Zulassung als solches, aber das bewährte Trägermaterial, der BRAWOLINER® 3D, ist bereits in mehreren Zulassungen des Deutschen Instituts für Bautechnik beschrieben und enthalten. Der Anwendungsbereich erstreckt sich über die Sanierung von Abwasserleitungen, die sowohl erdverlegt sein können als auch innerhalb von Gebäuden. Auch das empfohlene 2-Komponenten-Epoxidharzsystem BRAWO® SRR baut auf zugelassenen 2K-EP-Harzsystemen auf, welche sich bereits seit Jahren in der Sanierung von Abwasserleitungen bewährt haben. Lediglich die Art des Einbaus unterscheidet sich von den bestehenden Zulassungen.

BRAWO® Anschlussmanschetten – Besonderheiten & Zulassung

Was ist das Besondere an den BRAWO® Anschlussmanschetten und ist das System ein zugelassenes System? 

Die Sanierung von defekten Anschluss-Stutzen ist eine große Herausforderung. BRAWO® SYSTEMS bietet die passgenaue Lösung für Hauptrohre von DN 100 bis DN 150 und Zuläufe von DN 70 bis DN 150.

Mit den Satellitenpackern und den flexiblen Manschetten lassen sich selbst komplizierte Zuläufe in Fallleitungen schnell, preiswert und zuverlässig sanieren. Auch die Anbindungen von Zuläufen an bereits sanierten Leitungen lassen sich mit den BRAWO® Anschlussmanschetten problemlos wiederherstellen.

Die BRAWO® Anschlussmanschetten sind als ergänzendes Verfahren in den Zulassungen Z-42.3-362 (Sanierung von erdverlegten Abwasserleitungen) und Z-42.3-499 (Sanierung von Abwasserleitungen innerhalb von Gebäuden) enthalten. Das BRAWO® SRR ist eine Weiterentwicklung der zugelassenen 2K-EP-Harzsysteme, welches hinsichtlich Verarbeitungs- und Aushärtezeit optimiert wurde. Die bestehenden Zulassungen wurden noch nicht um die optimierte Variante ergänzt.

BRAWO® Anschlussmanschette

BRAWO® SRR

Einbau in PE-HD Rohren

Kann der BRAWOLINER® in PE-HD Rohre einbaut werden? 

Der von Ihnen genannte Anwendungsfall der Sanierung einer erdverlegten PE-HD Leitung kann mit unserem BRAWOLINER®-System durchgeführt werden.

Die Sanierung von PE-HD Leitungen mit unseren Epoxidharzen und UV-lichthärtenden Harzen ist für erdverlegte Rohrleitungen bauamtlich zugelassen. Auch innerhäusliche PE-HD Rohrleitungen sind Zulassungsgegenstand.

PE-HD hat einen im Vergleich zu anderen Rohrkunststoffen hohen Längenausdehnungskoeffizient. Während der Sanierung von innerhäuslich verlegten Altrohren ist darauf zu achten, dass weder zu hohe noch zu niedrige Umgebungstemperaturen herrschen, um den thermischen Stress möglichst gering zu halten. Wir empfehlen eine Kalthärtung bei moderaten und konstanten Umgebungstemperaturen, um auch in diesem Anwendungsfall die Längsausdehnung des Altrohrs möglichst gering zu halten.

Sanierung von Eiprofilen

Können Eiprofile mit dem BRAWOLINER® saniert werden?

Das Sanierungssystem BRAWOLINER® ist ein Verfahren, bei dem ein äußerst flexibles Trägermaterial in Kombination mit verschiedenen Harzsystemen eingesetzt wird.

Die hohe Flexibilität und Dehnbarkeit des Trägermateriales trägt dazu bei, dass das Sanierungsverfahren grundsätzlich auch für die Sanierung von Sonderprofilen verwendet werden kann.

So eignet sich der BRAWOLINER® 3D auch zum Sanieren von Eiprofilen:

In Kombination mit BRAWO® III kann der BRAWOLINER® 3D DN 200-300 im Eiprofil 200/300 und der BRAWOLINER® 3D DN 300-400 im Eiprofil 250/375 eingesetzt werden.

Es stellen sich hierbei Laminatdicken von 4,8 mm im Eiprofil 200/300 und 5,6 mm im Eiprofil 250/375 ein.

Die möglichen Verlegetiefen ergeben sich entsprechend dem Merkblatt DWA-M-144-3 (Tabelle C.2, Materialkenngruppe 2).

Die Sanierung von Eiprofilen mit dem BRAWOLINER® ist möglich und wurde auch schon in Maßnahmen durchgeführt (siehe Bericht).

 

Sanierung von Kupferrohren

Können Kupferrohre mit dem BRAWOLINER® saniert werden?

Das Material des Altrohrs steht bei der Bewertung der Sanierbarkeit nicht im Vordergrund. Zunächst erfüllt das Altrohr die Funktion einer Schalung für den BRAWOLINER®, der ein neues Rohr im Altrohr abbildet. In unseren DIBt-Zulassungen sind alle gängigen Rohrleitungsmaterialien aufgeführt, die üblicherweise für Abwasserleitungen verwendet werden. Andere Rohrleitungen und Anwendungsfälle sind im Einzelfall auf die Sanierbarkeit zu prüfen. Für das Kupferrohr haben Tests mit BRAWO® I gezeigt, dass bei moderaten Temperaturveränderungen Kupferrohre mit dem BRAWOLINER®-System saniert werden können.

Sanierung von Geberit Silent PP Rohren

Können (Geberit Silent) PP Rohre mit dem BRAWOLINER® saniert werden? 

Das Material des Altrohrs steht bei der Bewertung der Sanierbarkeit nicht im Vordergrund. Zunächst erfüllt das Altrohr die Funktion einer Schalung für den BRAWOLINER®, der ein neues Rohr im Altrohr abbildet. In unseren DIBt-Zulassungen sind alle gängigen Rohrleitungsmaterialien aufgeführt, die üblicherweise für Abwasserleitungen verwendet werden.

Ist die Leitung mit Muffen als Dehnungsausgleich installiert, empfehlen wir eine Härtung des Schlauchliners mit einer Temperatur im Bereich der mittleren Betriebstemperatur der Abwasserleitung. Um ein Verkleben von Altrohr und Liner auszuschließen, empfehlen wir einen Preliner zu verwenden. Wir raten zur Verwendung von BRAWO® III um die entstehende Temperaturerhöhung bei der Härtung gering zu halten.

Sanierung von Asbestzement-Rohren

Können Rohrleitungen aus Asbestzement mit dem BRAWOLINER® saniert werden? 

Die Instandsetzung von Asbestzementrohren mit Schlauchlinern im erdverlegten Bereich und mit Durchmessern ≥ DN200 ist durch das Institut für Arbeitsschutz (IFA) als emissionsarmes Verfahren unter der Nummer BT 61 zugelassen.

Für Altrohre mit kleineren Durchmesser und innerhäuslich verlegten Abwasserleitungen hat der Rohrleitungssanierungsverband (RSV) eine Handlungsempfehlung veröffentlicht. Diese kann unter dem folgenden Link aufgerufen werden: https://rsv-ev.de/asbest-rohre-sanieren

Auch BRAWO® SYSTEMS hat eine Handlungsempfehlung erarbeitet. Diese finden Sie unter dem folgenden Link: https://www.brawosystems.com/de/downloads

 

Sanierung von Trinkwasserleitungen

Können Trinkwasserleitungen mit dem BRAWOLINER® saniert werden? 

Wir raten von der Anwendung im Trinkwasserbereich mit dem BRAWOLINER® System ab.

Sanierung von Lüftungsleitungen

Können Lüftungsleitungen mit dem BRAWOLINER® saniert werden? 

Bitte wenden Sie sich mit Ihrer Anfrage an info@brawosystems.com.

 

Sanierung von Gasleitungen

Können Gasleitungen mit dem BRAWOLINER® saniert werden? 

Wir raten von der Sanierung von Gasleitungen mit dem BRAWOLINER® ab, da die Nachweise für die Sanierung von Druckleitungen nicht vorliegen.

 

Falten im Liner

Warum haben sich im gehärteten Liner Falten gebildet? Ist die Qualität des Liners durch die Falten beeinträchtigt? 

Je nach Zustand der Altrohrs, des gewählten Einbauverfahrens und speziellen Randbedingungen kann es zu einer mehr oder weniger starken Faltenbildung im Laminat kommen. Folgende Faktoren beeinfluss die Ausprägung der Falten:

  • Radius und Gradzahl der Bögen
  • Unterdimensionierung des Liners im Verhältnis zum Rohrinnendurchmesser
  • Einbau mit oder ohne Kalibrierschauch
  • Art des verwendeten Kalibrierschlauches
  • Inversionsdruck und -geschwindigkeit
  • Aushärtedruck
  • Rohrversatz

Faltenbildungen oder Oberflächenunregelmäßigkeiten, die innerhalb der Grenzwerte liegen, stellen keinen Mangel dar. Sie führen zu keiner Einschränkung hinsichtlich der Betriebseignung, Standsicherheit oder Dichtheit des sanierten Systems. Bei Faltenbildungen bzw. Oberflächenunregelmäßigkeiten, die die zulässigen Grenzwerte überschreiten, ist eine Einzelfallprüfung durchzuführen.

Die Grenzwerte sind in den drei Regelwerken für das vor Ort härtende Schlauchlining DIN EN ISO 11296-4, DWA-A 143-3 und DWA-M 144-3 unterschiedlich definiert. Das RSV-Merkblatt 1.1 „Renovierung von Abwasserkanälen und -leitungen mit vor Ort härtendem Schlauchlining“, Kapitel 8.2 „Optische Inspektion“, zeigt die Grenzwerte inkl. Erläuterungen auf.

https://rsv-ev.de/merkblaetter-detailansicht/merkblatt-schlauchlining

Im geraden Leitungsverläufen sind beim Einsatz des BRAWOLINER i.d.R. nicht mit Faltenbildung zu rechnen. Ausnahmen bestätigen die Regel: Ist der Umfang des Liners größer als der Umfang des Altrohres (innen) kann es zur Faltenbildung kommen.

Auch das gewählte Sanierungsverfahren kann das Ergebnis beeinflussen:

  • Wird ein Schlauchliner mit „geschlossenem Ende“ eingebaut, kann sich das Material „frei“ bewegen und sich optimal an die Geometrie des Altrohres anpassen. Die Faltenbildung ist, wenn überhaupt, nur sehr gering.
  • Wird der Liner mit „offenem Ende“ mit Hilfe eines Kalibrierschlauches eingebaut, kann sich das flexible Trägermaterial nicht mehr so „frei“ bewegen, es kann zu etwas mehr Faltenbildung kommen.

Dies ist je nach Art des verwendeten Kalibrierschlauch mehr oder weniger ausgeprägt.

Wie kann Faltenbildung reduziert oder vermieden werden? Was kann dagegen getan werden?

Die besten Ergebnisse werden erzielt, wenn der verwendete Schlauchliner im Vergleich zum Altrohr entsprechend unterdimensioniert ist. Unsere BRAWOLINER® 3D zeigen Vorteile im Einsatz, auch wenn keine Dimensionssprünge im Altrohr vorhanden sind.

Tipps & Tricks für einen möglichst faltenfreien Einbau:

  • Der Einsatz von BRAWOLINER DN 125 oder BRAWOLINER 3D DN 100-150 in Altrohren der Dimension DN 150 bedeutet ein geringes Risiko der Faltenbildung.
    • Einbau mit „geschlossenem Ende“ = geringe Faltengefahr (Achtung, ggf. Mehraufwand zum Öffnen des Liners im nicht begehbaren Bereich).
    • Bei Einbau mit Kalibrierschlauch: Verwendung eines flexiblen Kalibrierschlauches der jeweils größten Dimension (z.B. Airbagliner®)
    • Langsames Invertieren mit ausreichendem Druck, damit sich der Liner an die Rohrgeometrie anpassen kann.

 

Einbau bei Umgebungstemperaturen unter 5 °C

Kann eine Sanierung bei Umgebungstemperaturen unter 5 °C durchgeführt werden?

Grundsätzlich ist eine Sanierung mit dem BRAWOLINER-System bei Luft- und Untergrundtemperaturen unter 5 °C nicht empfohlen.

Bei einer Schlauchliner-Sanierung bei Umgebungstemperaturen unter 5°C ist die Material-, Luft- und Untergrundtemperatur bei der Verarbeitung näher in Betracht zu ziehen. 

Materialtemperatur:

Für die 2K-Epoxidharz-Systeme BRAWO I/III/SRR/RR empfehlen wir die Komponenten vor der Verarbeitung auf ca. +13 - 15 °C zu temperieren. 

Für die lichthärtenden Harzsysteme BRAWO UVPox und BRAWO LR empfehlen wir eine Temperierung auf ca. 20 °C vor der Verarbeitung. Zur optimalen Temperierung der Harze wird die Lagerung in einem Klimaschrank empfohlen.

Als Verarbeitungsbedingungen für das BRAWOLINER-System geben wir eine Luft- und Untergrundtemperatur von +5 - 30 °C an. Das bedeutet, dass das Material vor der Sanierung entsprechend der Empfehlung temperiert wird und während der Imprägnierung und den weiteren Verarbeitungsschritten in diesem Temperaturbereich optimal verarbeitet werden kann.

Luft- und Untergrundtemperatur:

Neben den Materialtemperaturen spielen auch die Temperaturen in der Abwasserleitung und der die Abwasserleitung umgebende Untergrund eine Rolle bei der Sanierung. Bei Lufttemperaturen unter 5 °C können im zu sanierenden Abwasserrohr Temperaturen über 5 °C vorliegen, sodass eine Sanierung durchgeführt werden kann.

Bei 2K-Epoxidharzsystemen wird bei niedrigen Umgebungstemperaturen eine Warmhärtung mit Wasser oder Dampf empfohlen, um eine vollständige Aushärtung zu gewährleisten.

 

Sanierung von Großküchen

Können Abwasserleitungen von Großküchen mit dem BRAWOLINER-System saniert werden?

Dieser Anwendungsfall liegt außerhalb des Zulassungsgegenstands. Über den Einfluss von größeren Mengen von heißen Abwässern mit Temperaturen > 60 °C, wie dies in Großküchen vorkommen kann, können wir für unser System keine pauschale Aussage machen.

Die Eignung des Systems sollte für den jeweiligen Anforderungsfall bewertet werden. 

Gerne können Sie uns bei Rückfragen kontaktieren.

 

Sanierung von Düker-Rohren

Können Düker-Rohre saniert werden?

Düker können mit dem BRAWOLINER-System saniert werden. Natürlich müssen die Gegebenheiten vor Ort, speziell die Anforderungen an die Rohrstatik, beachtet werden.

 

Sanierung von Abwasserleitungen in der Lebensmittel & Getränkeindustrie

Können Abwasserleitungen in der Lebensmittelindustrie, wie z.B. Abwasserleitungen in Brauereien, Molkereien oder Käsereien, mit dem BRAWOLINER System saniert werden?

Alle unsere Harze sind beständig gegen häusliches Abwasser nach DIN EN 1986. Die Nachweise wurden im Rahmen der Zulassungsprüfung für das DIBt erbracht.

Darüber hinaus weisen die Harzsysteme eine gute Beständigkeit gegen weiteren Chemikalien auf.

Die chemische Beständigkeit ist in erster Linie vom verwendeten Harz abhängig. Unter folgendem Link finden Sie die Listen zu den chemischen Beständigkeiten der BRAWO-Harze:

https://www.brawosystems.com/downloads/datenblaetter/technische-datenblaetter-harz/ 

 

Für darüber hinaus gehende Gegebenheiten setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung.

 

Leitungen von Leichtflüssigkeitsabscheidern

Können Leichtflüssigkeitsabscheider mit dem BRAWOLINER-System saniert werden?

Siehe Tankstellen-Sanierung Tankstellen-Sanierungen.

 

Probenentnahme

Wie entnehme ich Linerproben richtig? Was ist bei der Entnahme von Prüfmustern zu beachten?

Zur Qualitätssicherung auf Baustellen wird bei Hausanschlussleitungen häufig eine Überprüfung der Materialkennwerte an einem Probestück durch ein akkreditiertes Prüfinstitut gefordert. Diese Maßnahme dient der Sicherstellung, dass die verwendeten Materialien den technischen Anforderungen entsprechen.

Detaillierte Hinweise zur fachgerechten Entnahme der Proben finden Sie in unserem Schreiben „Hinweise zur Probenentnahme zwecks Überprüfung der Materialkennwerte“, das im Downloadbereich zur Verfügung steht.

 

Schadensbilder BRAWO Remote LC

Welche Schadensbilder sind mit dem BRAWO RLC Verfahren sanierbar?

Siehe FAQ-Eintrag Sanierbare Schadensbilder

 

Maximale Sanierungslänge BRAWO Remote LC

Welche maximale Hausanschlusslänge ist sanierbar?

Ausschlaggebend ist die Länge des Schlauch der BRAWO Magnavity. Die Summe aus dem Abstand des Schachts bis zur Einmündung in den Hauptkanal und der Sanierungslänge der Hausanschlussleitung sollte 50 m nicht überschreiten.

Beispiel: 

Schacht 3m

Einmündung in den Hauptkanal 20 m

Sanierungslänge Hausanschlussleitung 10 m

Summe 33 m --> OK

 

Schacht 3m

Einmündung in den Hauptkanal 40 m

Sanierungslänge Hausanschlussleitung 20 m

Summe 63 m --> nicht möglich

 

Leitungsgefälle BRAWO Remote LC Verfahren

Bis zu welchem Leitungsgefälle kann das BRAWO Remote LC Verfahren angewendet werden?

Der BRAWOLINER wird mit dem BRAWO Remote LC Verfahren grundsätzlich gegen das Gefälle eingebaut. Übliche Steigungen werden problemlos überwunden. Wichtig ist, dass der Liner während des Inversions- und Härtevorgangs permanent mit Druck beaufschlagt ist und gegen die Altrohrwand gedrückt wird.

 

Schacht BRAWO Remote LC

Reicht ein Schacht oder sind zwei Schächte als Zugangspunkt für das BRAWO Remote LC Verfahren erforderlich?

Im Idealfall sind zwei Schächte als Zugangsmöglichkeit vorhanden. Bei geringer Distanz vom Startschacht zum Zulauf der Hausanschlussleitung kann auch von einem Schacht als Zugangspunkt gearbeitet werden.